Prozessbezogene Kreativitätstechniken von E - H

Von Einpunktabfrage bis Heuristische Umformulierung

Die unten dargestellten prozessbezogenen Kreativitätstechniken (PKT) eignen sich insgesamt für die Bereiche Managementtraining und Kreativitätstraining, falls Sie in Ihrer Funktion als Personalverantwortliche oder Personalverantwortlicher mit der Mitarbeiterführung betraut sind, für das Projektmanagement, falls Sie über einen abgeschlossenen Zeitraum hin ein Vorhaben aufzubauen und abzuwickeln haben, für die Teamentwicklung, falls Sie Ihr Team gezielt noch kreativer werden lassen möchten und für das berufliche Coaching von Einzelpersonen, falls Sie und Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Erfahrungen mit diesen Mehoden machen wollen, um sie im Selbstmanagement einzusetzen. Viele dieser Techniken könnten für Sie auch interessieren, falls Sie eine Existenzgründung planen.

Darüber hinaus bieten sich für das berufliche Coaching von Einzelpersonen zusätzlich noch die verhaltensbezogenen Kreativitätstechniken (VKT) von A - Z an, insbesondere, wenn Sie in einem kreativen und künstlerischen Beruf tätig sind. Diese Techniken finden Sie  in der Mitte der Seite  des Menüpunktes Kreativitätstechniken oder ganz unten auf der Seite des Menüpunktes  Coaching.

E wie Einpunktabfrage

Diese Technik gehört zu den logisch-analytischen Kreativitätstechniken. Sie eignet sich für die Ideenbewertung innerhalb des kreativen Prozesses und dient der Entscheidungsfindung in Gruppen. Jedes Gruppenmitglied kann mit einem farbigen Klebepunkt seine Meinung - bezogen auf eine formulierte Fragestellung und damit verbundene erste Lösungsvorschläge - veröffentlichen und damit sichtbar machen (Visualisierung). Pro Person ist nur eine einzige Wahl unter den Lösungsalternativen möglich. Pro Vorschlag werden dann die gegebenen Punkte zusammengezogen, womit sich eine gute Übersicht über die von der Mehrheit der Gruppe präferierten Vorschläge ergibt.

E wie Elevator-Pitch

Diese Technik gehört zu den intuitiv-phantasieanregenden Kreativitätstechniken. Sie eignet sich für die Ideenrealisation innerhalb des kreativen Prozesses, indem sie eine Person dazu anhält, für die Zeit einer Fahrstuhlfahrt (elevator), also innerhalb von maximal 30 Sekunden, eine neue Dienstleistung oder ein Produkt einer anderen Person gegenüber verständlich zu präsentieren (pitch = Verkaufsgespräch). Dabei sollen Nutzen, entsprechender Markt, passende Zielgruppe und das USP (Unique selling proposition = Alleinstellungsmerkmal gegenüber den Mitbewerbern) in einer bildhaften, emotional ansprechenden und positive Assoziationen weckenden Sprache verwendet werden. 

E wie Evaluations-Checkliste

Diese Technik gehört zu den logisch-analytischen Kreativitätstechniken. Sie eignet sich für die Ideenbewertung innerhalb des kreativen Prozesses, indem sie eine Liste von Fragen vorgibt, die mit Gewichtungsskalen (z.B. nach Muss-, Soll- oder Kann-Kriterien) versehen sind. Dieses Verfahren ist wesentlich komplexer als die Einpunktabfrage, da sich die einzelnen Fragen auf die Bewertungen der im Zusammenhang mit einer Problemlösung auftauchenden Gesichtspunkte beziehen. Die Auswertung der Evaluations-Checklisten erfolgen durch die Summierung der Punkte pro Frage. 

F wie Factfinding

Diese Technik gehört zu den intuitiv-phantasieanregenden Kreativitätstechniken. Sie eignet sich für die Problemformulierung innerhalb des kreativen Prozesses, indem sie als Fragetechnik mit wichtigen Schlüsselfragen Tatsachen und Fakten über Einflussgrößen und Einflussbereiche, die im Zusammenhang mit der Problemformulierung stehen, herausfindet. Dazu gehören Schlüsselfragen wie 1. "Wie ist die Ausgangssituation?", 2. "Welche Informationen liegen vor bzw. sind bekannt?", 3. "Welche Informationen fehlen?", 4. "Was hat das für Konsequenzen für das zu lösende Problem, die gestellte Aufgabe?" 

F wie Fadennetz

Diese Technik gehört zu den freien gestalterischen Techniken. Sie eignet sich für die Problemwahrnehmung und die Sensibilisierung der fünf Sinne (hier: visuell, kinästetisch) innerhalb des kreativen Prozesses, indem ein Wollknäuel von einem in einem Kreis stehenden Teammitglied zu einem anderen geworfen wird, wobei die erste Person das Ende des Fadens in der Hand behält. Die zweite Person fängt das Knäuel auf, behält wiederum das Ende in der Hand und wirft das Knäuel wiederum jemand anderem im Kreis zu. Dies wird so lange fortgesetzt, bis der Faden endet. Das neu entstandenen Netz wird abschließend von allen über die Köpfe der Anwesenden hochgehoben und zeigt auf spielerische Weise ein aktuelles Kommunikationsnetz.

F wie Folgen-Szenario

Diese Technik gehört zu den intuitiv-phantasieanregende Kreativitätstechniken. Sie eignet sich für die Ideenrealisation innerhalb des kreativen Prozesses, indem sie gedanklich mögliche Folgen der Zielerreichung bzw. der Ideenrealisation in einem Szenario vorweg nimmt. Mit Hilfe einer Matrix werden a) unmittelbare und zeitnahe, b) mittelfristige und c) langfristige Folgen, die sich ergeben könnten, wen die Idee realisiert würde, zusammengestellt und anschließend vom Team oder einer Einzelperson reflektiert.

F wie Forced Relationship - Ungewohnte Verknüpfung (nach Charles  Whitting)

Diese Technik gehört zu den intuitiv-phantasieanregenden Kreativitätstechniken. Sie eignet sich für die Ideenfindung innerhalb des kreativen Prozesses, indem "zwangsläufig hergestellte Verbindungen" zwischen Ideen und Produkten hergestellt werden, um auf neue Ideen zu kommen. Eine Liste mit verschiedenen Gegenständen aus naheliegenden und/oder fernen Bereichen wird zusammengestellt und Teile davon anschließend miteinander kombiniert. Worte wie Lampe und Elefant werden in Teilbereichen verknüpft wie z.B. mit dem Elefantenrüssel und führen dann zu einem flexiblem "rüsselartigen" Lampenständer. Oder Ziehharmonika und Haus führt zu einer flexiblen, nach oben auszuweitenden Dachkonstruktion.

F wie Formen mit Lebensmitteln

Diese Technik gegört zu den freien gestalterischen Kreativitätstechniken. Sie eignet sich zur Problemwahrnehmung und zur Sensibilisierung der fünf Sinne (hier: visuell,   gustatorisch) innerhalb des kreativen Prozesses, indem aus fertigen geformten Lebensmitteln - wie z.B. Cräckern, Salzstangen, Keksen, Bonbons, Elisenkuchen - oder frischen, in Form gebrachten Lebensmitteln wie zerschnittenem Obst, Gemüse, Pilzen, Wurzeln etc. - eßbare Skulpturen, Gebäude oder andere Exponate gestaltet werden, wobei die geschmackliche Qualität im Vordergrund steht. Bekannt ist das weihnachtliche, selbst gestaltete und auf eigenen Phantasien beruhende Lebkuchenhaus.

F wie Foto-Exkursion

Diese Technik gehört zu den freien gestalterischen Kreativitätstechniken. Sie eignet sich für die Problemwahrnehmung und Sensibilisierung der fünf Sinne (hier: visuell) innerhalb des kreativen Prozesses und nutzt selbst entwickelte Impressionen. Sämtliche Mitglieder einer Kreativgruppe werden mit Digitalkameras (nach Bryan W. Mattimore) ausgestattet und gebeten, im Rahmen eines persönlichen Ausfluges in Bezug auf die allgemeine Problemstellung Schnappschüsse, Eindrücke und Ideen auf Fotos, Bildern oder Skizzen festzuhalten. Nach der Exkursion trifft sich die Gruppe wieder, die Bilder werden gesammelt und als Inspirationsquelle für die exakte Problemformulierung, aber auch für neue Ideen genutzt. Dieses Verfahren wurde auch vor der Entwicklung der Digitalkamera im Kunstunterricht verwendet, um Schüler dazu anzuregen, ihre Umwelt bewusster aufzunehmen.

F wie Fragen-Checkliste

Diese Technik gehört zu den logisch-analytischen Kreativitätstechniken. Sie eignet sich für die Problemformulierung innerhalb des kreativen Prozesses, indem sie das Problembewusstsein in Bezug auf eine zu lösende Aufgabe bzw. ein Problem schärft. Die Fragen-Checkliste kann auch für die Ideen-Findung verwendet werden, z.B. beim Morphologischen Kasten. Sie leitet die Mitglieder eines Kreativ-Teams systematisch durch eine Abfolge von Fragen wie: "Wann ...?", "Warum ...?", "Was ...?", "Durch was ...?", "Was für ein ...?", "Was für eine ...?", "Was für welche ...?", "Wem ...?", "Mit wem ...?"

F wie Freies Malen

Diese Technik gehört zu den freien gestalterischen Kreativitätstechniken. Sie eignet sich für die Problemwahrnehmung und die Sensibilisierung der fünf Sinne (hier: visuell) innerhalb des kreativen Prozesses. Diese Technik setzt keinerlei Vorkenntnisse im Bereich Malerei voraus: Auf großen Blättern, die an der Wand fixiert werden, entstehen mit unterschiedlichen Farben und Pinseln im Stehen reine Ausdrucksgemälde ohne Anspruch auf künstlerische oder themenbezogene Zielsetzungen oder finanzielle Verwertung. Trainiert wird die expressive Kreativität, wie sie z.B. auch in Kinderzeichnungen zu finden ist (siehe auch Arno Stern: Der Malort).

F wie Freies Weben

Diese Technik gehört zu den freien gestalterischen Kreativitätstechniken. Sie eignet sich für die Problemwahrnehmung und die Sensibilisierung der fünf Sinne (hier: visuell, kinästetisch) innerhalb des kreativen Prozesses, indem auf einem Webrahmen Kettfäden angebracht werden und anschließend Schussfäden, bestehend aus den unterschiedlichsten formbaren Materialien, eingewebt bzw. gezogen werden, bis ein gesamtes Wandteppich fertiggestellt ist.Verwendet werden Wolle, Baumwolle, Lederstreifen, in Streifen gerissene Stoffreste, farbige Bänder, Gräser etc.

F wie Funktionsanalyse (nach Lawrence D. Miles)

Diese Technik gehört zu den logisch-analytischen Kreativitätstechniken. Sie eignet sich für die Ideenfindung innerhalb des kreativen Prozesses, indem ein zu lösendes Problem auf seinen Zweck und seine Wirkung hin analysiert wird. Die einzelnen Funktionen werden dann horizontal in eine Tabelle  eingetragen, wobei jede Einzelfunktion noch einmal vertikal in möglichst viele mögliche Ausprägungen hin aufgeteilt wird (z.B. Form: Rechteckig, quadratisch, rund, oval, sechseckig, sternförmig etc.) Anschließend werden die Funktionsausprägungen neu miteinander kombiniert, sodass originelle Ideen entstehen.

F wie Future Pace (nach John Grinder / Richard Bandler)

Diese Technik gehört zu den intuitiv-phantasieanregenden Kreativitätstechniken. Sie eignet sich für die Problem- bzw. Zielformulierung innerhalb des kreativen Prozesses, indem durch den Zukunftschritt das Erreichen des Zielzustandes bzw. des gelösten Problems vorweggenommen wird. Mit allen fünf Sinnen wird die Vorstellung beschrieben, wie es ist, den Zielzustand erreicht bzw. das Problem erfolgreich gelöst zu haben. Das vorweggenommenen Ergebnis wird dann auf Stimmigkeit (Evidenz) und Verträglichkeit (Ökologie) geprüft, um ggf. noch Korrekturen in der Problemformulierung anzubringen.

G wie Galerie-Technik

Diese Technik gehört zu den intuitiv-phantasieanregenden Kreativitätstechniken. Sie eignet sich für die Ideenfindung innerhalb des kreativen Prozesses, indem im Raum (Fensterscheiben, Wand, Decke, Fußboden) einzelne Plakate (Flipchart-Seiten, Bilder, Collagen) zum zu bearbeitenden Thema präsentiert werden. Diese Plakate können entweder schon vorbereitet sein oder von jedem Gruppenmitglied individuell gestaltet werden. Eine gemeinsame oder als  Einzelperson durchgeführte Galerie-Besichtigung (Spaziergang durch den Raum) regt den Ideenfluss an.

G wie Gangart

Diese Technik gehört zu den freien gestalterischen Kreativitätstechniken. Sie eignet sich für die Problemwahrnehmung und die Sensibilisierung der fünf Sinne (hier: visuell) innerhalb des kreativen Prozesses, indem in einem großen Raum alle Teammitglieder durcheinander gehen oder laufen. Der Spielleiter deutet dann auf eine Person im Raum, deren Gangart nun von allen anderen nachgeahmt werden soll. Nach kurzer Zeit bewegen sich alle Anwesenden wieder in ihrer eigenen Art durch den Raum, bis die Gangart einer weiteren Person nachgemacht wird. Dabei können die Wechselwirkungen von Pantomimen und aktuellen inneren Befindlichkeiten wahrgenommen werden (Spiel aus der Theaterpädagogik).

G wie Gemeinschaftsbild

Diese Technik gehört zu den freien gestalterischen Kreativitätstechniken. Sie eignet sich für die Problemwahrnehmung und die Sensibilisierung der fünf Sinne (hier: visuell) innerhalb des kreativen Prozesses, indem eine Gruppe oder ein Team dazu aufgefordert wird, an einer vertikal angebrachten Papierfläche (Wand, Mauer, Moderationswand) oder auf einem freien, mit Papier bedeckten Ateliertisch oder Fußboden ohne Absprache und ohne zwischenzeitlich gesprochene Worte ein gemeinsames Gemälde mit Hilfe diverser farbiger Kreiden oder breiter Stifte entstehen zu lassen.

G wie Generalisierung

Diese Technik gehört zu den intuitiv-phantasieanregenden Kreativitätstechniken. Sie eignet sich für die Problemformulierung innerhalb des kreativen Prozesses. Ziel dieser Technik ist, durch Generalisierung eine möglichst umfassende Problemformulierung zu finden. Da davon ausgegangen wird, dass jemand, der genau weiss, wonach er sucht, das Problem direkt angeht, dies jedoch häufig nicht der Fall ist. In der Regel weiss man nicht von vornherein, worauf man sich fokussieren soll. Daher sollte das Problem so grundsätzlich, so breit und so allgemein wie möglich formuliert werden, um sich viele zusätzliche Lösungsmöglichkeiten offen zu halten.

G wie Geräusch-Memory

Diese Technik gehört  zu den freien gestalterischen Kreativitätstechniken. Sie eignet sich für die Problemwahrnehmung und die Sensibilisierung der fünf Sinne (hier: akustisch, visuell) innerhalb des kreativen Prozesses, indem sie dazu anregt, gleich klingende Geräusche zu identifizieren. Dies geschieht mit Hilfe von mindestens vierzig gleich aussehenden Behältnissen, von denen immer jeweils zwei mit Geräuschen gefüllt sind, die beim Schütteln der Behältnisse gleich klingen. Durch mehrfaches Anheben und Schütteln der Behältnisse können so nach und nach die zueinander passenden Geräusche herausgefunden werden.

G wie Geruchs-Sammlung

Diese Technik gehört zu den freien gestalterischen Kreativitätstechniken. Sie eignet sich für die Problemwahrnehmung und die Sensibilisierung der fünf Sinne (hier: olfaktorisch) innerhalb des kreativen Prozesses, indem sie vorschlägt, sowohl am Arbeitsplatz als auch im häuslichen Umfeld Gerüche entdeckt werden, indem das Experiment gestartet wird, bewusst auf Gerüche zu achten und sich die jeweiligen Gegenstände, Duftquellen, Tinkturen, Früchte, Kräuter, Gewürze  etc. an die Nase zu halten, um möglichst vielseitige Eindrücke zu bekommen.

G wie GNP - goal-not-problem-type thinking (nach Jordan Ayan)

Diese Technik gehört zu den intuitiv-phantasieanregenden Kreativitätstechniken. Sie eignet sich für die Problemformulierung innerhalb des kreativen Prozesses, indem diese Techik anregt, in Zielen und nicht in zu lösenden Problemen zu denken. Durch die Umformulierung bzw. Umdefinition einer vorläufigen Problemformulierung in ein zu erreichendes Ziel sollen im Zusammenhang mit aktuellen Herausforderungen, Aufgaben und "Problemen" neue Möglichkeiten und Ideen entdeckt werden.

G wie Gestalten mit Lebensmittelfarben

Diese Technik gehört zu den freien gestalterischen Kreativitätstechniken. Sie eignet sich für die Problemwahrnehmung und die Sensibilisierung der fünf Sinne (hier: visuell, gustatorisch und olfaktorisch) innerhalb des kreativen Prozesses, indem sie vorschlägt, die Speisen des täglichen Lebens einmal spielerisch durch Lebensmittelfarben farblich zu verändern. Dieses Experiment führt zu einem Verfremdungseffekt, der sich sowohl positiv als auch negativ auf den Genuss von Lebensmittel auswirken kann, denn "das Auge ißt immer mit".

Goal Mapping (nach Brian Mayne)

Diese Technik gehört zu den intuitiv-phantasieanregenden Kreativitätstechniken. Sie eignet sich für die Ideenfindung innerhalb des kreativen Prozesses, indem sie sich der Visualisierung bedient, wie sie durch das Mindmapping angeboten wird: Hier wird nun ausschließlich mit Bildern und Symbolen in strukturierter Form eine individuelle Ablauforganisation entwickelt, wie jemand ein Problem lösen, ein persönliches Ziel erreichen oder eine zu lösende Aufgabe erledigen  kann. Dazu gehören diverse Gesichtspunkte, die mit einbezogen werden: 1. Dream, 2. Order, 3. Draw, 4. Why, 5. When, 6. How, 7. Who.

G wie Gruppenreimen

Diese Technik gehört zu den freien gestalterischen Kreativitätstechniken. Sie eignet sich für die Problemwahrnehmung und die Sensibilisierung der fünf Sinne (hier: akustisch) innerhalb des kreativen Prozesses, indem sie dazu anleitet, in einer Art Schneeballsystem spontan Reime zu erzeugen, nach dem Schema aa, bb, cc, dd usw.. Ein Teammitglied startet mit einem Reim sowie dem ersten Teil eines weiteren, noch unbekannten Reimes, den zweiten Teil jedoch muss ein anderes Teammitglied dazu erfinden. Zur Belohnung darf diese zweite Person dann wiederum den ersten Teil eines neuen Reimes vorgeben und ein drittes Teammitglied mit der Vollendung beauftragen, usw. Diese Technik kann auch im Duett durchgeführt werden.

G wie Gruppenskulptur

Diese Technik gehört zu den freien gestalterischen Kreativitätstechniken. Sie eignet sich für die Problemwahrnehmung und die Sensibilisierung der fünf Sinne (hier: visuell und kinästhetisch, ggf. akustisch) innerhalb des kreativen Prozesses, indem vorhandenen Teammitglieder als "menschliches Baumaterial" dient, um daraus eine Skulptur oder eine Maschine (mit Geräuschen!) zu formen. Ein Teammitglied ist Ideengeber und weist ein weiteres Teammitglied dazu an, nach und nach aus den vorhandenen Personen eine Gruppenskulptur zu bauen, indem sie genau vorgibt, wie diese jeweils zu stehen, sich zu beugen, sich zu bewegen oder zu äußern haben.

G wie Guerilla-Gardening

Diese Technik gehört zu den freien gestalterischen Kreativitätstechniken. Sie eignet sich für die Problemwahrnehmung und die Sensibilisierung der fünf Sinne (hier: visuell, olfaktorisch) innerhalb des kreativen Prozesses, indem sie auch ohne gärtnerische Vorkenntnisse angewendet werden kann. Auf brachliegenden Flächen innerhalb von Städten werden - möglichst nach einen längeren Regen und in der Frühjahrszeit - Saatmischungen eingebracht oder sog. Saatbomben (z.B. auf Verkehrsinseln) verteilt, die sich meist selbst überlassen weiter entwickeln können.  

H wie Heuristische Umformulierung

Diese Technik gehört zu den logisch-analytischen Kreativitätstechniken. Sie eignet sich für die Problemformulierung innerhalb des kreativen Prozesses, da sie davon ausgeht, dass eine erste Problemformulierung nur eine vorübergehende Arbeitsthese ist und dass die Umformulierung dazu dient,elegantere Lösungswege zu beschreiten. So muss die gegebene Problemsituation möglichst vollständig aufgezeigt, dargestellt und untersucht werden, besonders auch unter dem Gesichtspunkt, dass die daran beteiligten Systemkomponenten miteinander verflochten sind bzw. Interdependenzen darstellen. Auf diese Weise entstehen Voraussezungen für die Formulierung neuer alternativer Problemstellung, die nun daraufhin untersucht werden, inwiefern sie das zu lösende Problem besser treffen.

Bei Interesse nehmen Sie bitte Kontakt zu mir auf. Vielen Dank!

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